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HEINRICH - der Slam

Am 25. Juni 2026 findet wieder HEINRICH – der Slam statt, der Science Slam der Philosophischen Fakultät der HHU. Junge Wissenschaftler*innen konkurrieren hier in kurzen Vorträgen um die Gunst des Publikums. Mit spannender Forschung und fesselnden wissenschaftlichen Erkenntnissen zeigen sie, welches Wissen, welcher Witz und welche Brillanz in ihnen steckt. Am Ende entscheidet das Publikum, wer den HEINRICH 2026 erhält. Alle Mitglieder der Fakultät sowie alle Studierenden sind herzlich eingeladen, als Zuschauende dabei zu sein!


Worauf dürfen wir uns in 2026 freuen?

Forschende aus der Germanistik, Anglistik und der Allgemeinen Sprachwissenschaft sowie aus den Sozialwissenschaften werden in unterhaltsamen Kurzvorträgen Einblicke in ihre aktuelle wissenschaftliche Arbeit geben. Die Vortragenden decken dabei ein breites Spektrum an Karrierestufen ab, vom Studenten über Doktoranden bis zur wissenschaftlichen Mitarbeiterin. Wer den begehrten Wanderpokal - den HEINRICH - erhält, der traditionell an das jeweilige Institut geht, entscheidet am Ende das Publikum. 

Nachdem der Slam im letzten Jahr zum 60. Jubiläum der HHU ausnahmsweise in den Gebäuden der mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät stattgefunden hatte, kehrt er dieses Jahr quasi in sein natürliches Habitat zurück, nämlich in den Hörsaal 3H im Gebäude 23.21. Einlass ist am Abend der Veranstaltung ab 18 Uhr, eine Anmeldung ist nicht erforderlich und das Event ist natürlich kostenlos. 


HEINRICH 2025: Mit wahren Widersprüchen zum Sieg - Sara Ipakchi gewinnt den HEINRICH für das Institut für Philosophie

Unsere Slammer*innen 2025

Mit einem Vortrag zu einem klassischen Paradox konnte Sara Ipakchi Publikum und Ohrenkommittee überzeugen und damit die Trophäe an das Institut für Philosophie holen. Ipakchi sprach über „wahre Widersprüche“, wie man sie etwa in selbstbezüglichen Sätzen wie „dieser Satz ist falsch.“ findet. Mit viel Begeisterung für das Thema machte sie deutlich, wie die Beschäftigung mit solchen Paradoxen ihren eigenen Horizont erweitert hat und nutzte die „wahren Widersprüche“ als Beispiel für den Nutzen der Philosophie im Alltag. Sich mit solchen Themen auseinanderzusetzen führt der Gewinnerin zufolge nicht nur zu Erkenntnisgewinn, sondern im besten Fall auch zu mehr Toleranz.

Alexander Clemen aus der Linguistik zeigte die Chancen und Gefahren der Nutzung von sprachlichen Biomarkern zur Erkennung von Krankheiten auf. Er zeigte, wie die Analyse sprachlicher Daten deutliche Hinweise auf ADHS liefern kann, für die sich mit neurophysiologischen Methoden auch Korrelate im Gehirn finden lassen können. Diese neuen Möglichkeiten stimmten einerseits hoffnungsvoll, da sich eine Krankheit umso besser behandeln lasse, je früher sie entdeckt werde. Zugleich wies er aber auch auf die Gefahren hin, die solche Technologien mit sich bringen, etwa wenn Krankenkassen derartige Daten nutzten, um Prognosen über den Gesundheitszustand der Versicherten anzustellen.

Mit Julian Kettermann ging ein weiterer Vertreter des Instituts für Philosophie mit der Frage „Was passiert, wenn etwas passiert?“ ins Rennen. An Alltagsbeispielen erläuterte er das Konzept der Kausalität und stellte verschiedene Kausalitätskonzepte vor – etwa: wenn ich Nudeln koche, wird dann das Wasser wegen thermodynamischer Prozesse heiß oder deshalb, weil ich den Knopf am Herd gedreht habe? Beides hängt natürlich zusammen, in der Philosophie gibt es aber unterschiedliche Auffassungen, was davon tatsächlich kausal relevant ist. 

Moderation: Elena John, Gewinnerin des HEINRICH 2023

Impressionen des Abends