Slammer*innen gesucht!
HEINRICH - der Slam
Am 25. Juni 2026 findet wieder HEINRICH – der Slam statt, der Science Slam der Philosophischen Fakultät der HHU. Junge Wissenschaftler*innen konkurrieren hier in kurzen Vorträgen um die Gunst des Publikums. Mit spannender Forschung und fesselnden wissenschaftlichen Erkenntnissen zeigen sie, welches Wissen, welcher Witz und welche Brillanz in ihnen steckt. Am Ende entscheidet das Publikum, wer den HEINRICH 2026 erhält. Alle Mitglieder der Fakultät sowie alle Studierenden sind herzlich eingeladen, als Zuschauende dabei zu sein!
Aktuell suchen wir noch Slammerinnen und Slammer: Das können Wissenschaftler*innen aller Statusgruppen sein, die Spaß daran haben, ihre Forschung, ein wissenschaftliches Thema einem breiten Publikum unterhaltsam in einem ca. 10-minütigen Vortrag zu präsentieren. Interessierte Slammer*innen erhalten ein professionelles Coaching und eine tolle Begleitung bis zum Auftritt. Die Gewinnerin bzw. der Gewinner erhält neben Ruhm und Ehre den begehrten Wanderpokal HEINRICH.
Vorerfahrungen mit Science Slams oder Wissenschaftskommunikation allgemein sind nicht erforderlich. Wer Interesse hat, aber noch unsicher ist, ob sich das avisierte Thema für einen Slam eignet oder wie es sich in einen 10-minütigen Vortrag komprimieren lässt, kann sich auch gerne ganz unverbindlich bei uns melden. Ebenso stehen wir für alle möglichen anderen Fragen gerne zur Verfügung.
Wenn Sie selbst nicht auf- bzw. antreten wollen, kennen Sie aber vielleicht die eine oder andere Person bei uns an der Fakultät, die wie für die Bühne gemacht ist. Sprechen Sie sie unbedingt gerne an und motivieren Sie sie, sich bei uns zu melden.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung und Hilfe!
HEINRICH 2025: Mit wahren Widersprüchen zum Sieg - Sara Ipakchi gewinnt den HEINRICH für das Institut für Philosophie
Unsere Slammer*innen 2025
Mit einem Vortrag zu einem klassischen Paradox konnte Sara Ipakchi Publikum und Ohrenkommittee überzeugen und damit die Trophäe an das Institut für Philosophie holen. Ipakchi sprach über „wahre Widersprüche“, wie man sie etwa in selbstbezüglichen Sätzen wie „dieser Satz ist falsch.“ findet. Mit viel Begeisterung für das Thema machte sie deutlich, wie die Beschäftigung mit solchen Paradoxen ihren eigenen Horizont erweitert hat und nutzte die „wahren Widersprüche“ als Beispiel für den Nutzen der Philosophie im Alltag. Sich mit solchen Themen auseinanderzusetzen führt der Gewinnerin zufolge nicht nur zu Erkenntnisgewinn, sondern im besten Fall auch zu mehr Toleranz.
Alexander Clemen aus der Linguistik zeigte die Chancen und Gefahren der Nutzung von sprachlichen Biomarkern zur Erkennung von Krankheiten auf. Er zeigte, wie die Analyse sprachlicher Daten deutliche Hinweise auf ADHS liefern kann, für die sich mit neurophysiologischen Methoden auch Korrelate im Gehirn finden lassen können. Diese neuen Möglichkeiten stimmten einerseits hoffnungsvoll, da sich eine Krankheit umso besser behandeln lasse, je früher sie entdeckt werde. Zugleich wies er aber auch auf die Gefahren hin, die solche Technologien mit sich bringen, etwa wenn Krankenkassen derartige Daten nutzten, um Prognosen über den Gesundheitszustand der Versicherten anzustellen.
Mit Julian Kettermann ging ein weiterer Vertreter des Instituts für Philosophie mit der Frage „Was passiert, wenn etwas passiert?“ ins Rennen. An Alltagsbeispielen erläuterte er das Konzept der Kausalität und stellte verschiedene Kausalitätskonzepte vor – etwa: wenn ich Nudeln koche, wird dann das Wasser wegen thermodynamischer Prozesse heiß oder deshalb, weil ich den Knopf am Herd gedreht habe? Beides hängt natürlich zusammen, in der Philosophie gibt es aber unterschiedliche Auffassungen, was davon tatsächlich kausal relevant ist.
Moderation: Elena John, Gewinnerin des HEINRICH 2023